Heytshala 2018

13.50

clean, kuschelig

Kategorie:

Beschreibung

Charakter

Leicht naturtrüb. In der Nase ist dieser Naturwein klar, sehr frisch und lebendig, nach Kräuter, kühl.
 Am Gaumen eine fast schlanke geeiste Frucht mit feinen Gerbstoffen, mineralisch nach Kiesel, trotzdem leicht verspielt mit langem und intensiven Nachall.

Herkunft

30 Jahre alte Reben, veredelt auf der Unterlage 5BB, gewachsen auf dem kargen Schotterboden mit lehmigem Unterboden der Lage Kranawitzl.

Vinifikation

Lese von Hand im August 2018, selektive Ernte einzelner Stöcke; 
 spontane, offene Gärung auf der Maische samt Stielgerüst (10%) bis 28 °C, unterstoßen von Hand, biologischer Säureabbau im gebrauchten 500-l-Fass, unfiltriert, mit minimalem Schwefelzusatz, abgefüllt im Juli 2019, verkorkt mit Diam.

Lagerempfehlung:

bis 2024

Dass dieser Wein nur aus Weiden am See kommen kann, lässt schon der Name vermuten. Denn „Heytshala“ werden die Weidner von den Nachbarorten mehr oder weniger liebevoll genannt - aufgrund der vielen wilden Rosengewächse (Hagebutte = "Hetscherl"), die die Weidner Weingärten oft säumen. Sogar eine ganze Lage trägt den Namen „Rosenberg“, aber das ist eine andere Geschichte… Wie auch immer, so unverwechselbar die Weidner aufgrund ihrer unvoreingenommenen Art und ihres ureigenen Dialekts sind, so einzigartig ist auch der „Heytshala“: unverwechselbar, weil dieses Klima und diese Böden gibt’s halt nur in Weiden am See …

Fünf Brüder sind’s, zur gleichen Zeit geboren,
Doch zweien nur erwuchs ein voller Bart,
Zwei andern blieb die Wange unbehaart,
Dem dritten ist der Bart zur Hälft’ geschoren.

In diesem mittelalterlichen Rätsel sind die fünf Kelchblätter der Rose gemeint, die auch auf der Hagebutte sehr gut erkennbar sind. Diese Kelchzipfel tanzen geradezu auf dem Etikett und spiegeln die Lebensfreude wider, die dem Wein innewohnt.
Die Hagebutten wurden von Karin Weinhandl, Zeichnerin/Fotografin/Kräuterpädagogin, mit ruhiger Hand und Tuschefeder aufs Papier gebracht.