ergeben strukturiertere
Weine“ Was bedeutet das? „Als Jungweine sind sie eher verschlossen,
dadurch werden sie aber auch nicht zu breit, was vor allem beim Zweigelt vorteilhaft
ist.“ Wie wird ausgebaut? „Vergoren wird spontan auch die Malolaktik
verläuft spontan. Das Ganze geht langsamer. aber dadurch binden sich
Tannin und Säure im Wein wesentlich leichter ein.“ Wie steht´s
mit dem Holz? „Unser Holzeinsatz ist dezent, wir haben kaum mehr neue
Barriques, der Schwerpunkt liegt bei drei- bis fünfjährigen Fässern.
Jeder Rotwein kommt ins Fass, hauptsächlich sind´s große
zum Teil bis zu 6oJahre alt." Der klassische Rotwein bleibt zwölf
Monate lang im Fass. Thomas Hareters Philosophie in einem Satz: „Gescheite,
gute Weine zu produzieren, mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis,
das ist unser Ziel.
Wie kam´s zur Bloggerei?
„Franz Gutmann hat uns kontaktiert, und wir tun sehr gerne mit. Wir
sind knapp 30 Winzer. Wir wechseln uns ab.“ Warum ist er der Fleißigste:
„Es machtwirklich Spaß, ich muss aber dazusagen, dass ich von
meiner Zukünftigen, Claudia, textlich unterstützt werde.“
Claudia Kroiss dissertiert übrigens über die Winzersprache im Seewinkel
- wir dürfen uns dann über eine fundierte sprachliche Abhandlung
freuen. Wie steht´s mit dem Feedback? „Es gibt eher wenig Kommentare,
aber das ist kein Wunder, denn Blogs werden hauptsächlich gelesen, aber
über einen positiven Kommentar freut man sich natürlich.
Text von Michael Pröney, Fotos von Manfred Klimek

Der (bisher noch) Unbekannte
Aufgefallen ist uns der Winzer aus Weiden
am See, weil er der mit großem Abstand aktivste im Blog von Vinorama
ist. Einen Probekarton später wussten wir: ja, dieses Talent gehört
hier vorgestellt. Thomas Hareter ist 30, Absolvent der Weinbauschule Krems
und seit 1996 in dem 9-Hektar-Betrieb tätig. Zwei Drittel der Rebfläche
sind rot bestockt. ein Drittel weiß. Edelsüße gibt es dann,
wenn“ das Jahr passt. um jeden Preis streben wir keine an“,
so der sympathische junge Mann. Die Hauptsorte ist erwartungsgemäß
Zweigelt, dazu gesellen sich Blaufränkisch und St. Laurent sowie ein
wenig Pinot Noir und Cabernet Sauvignon. Den weißen Kuchen teilen
sich Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Welschriesling.
Der Betrieb ist übrigens seit 2006 Umstellungsbetrieb auf biologisch-organische
Bewirtschaftung, wobei eine kleine Zwischenbemerkung gestattet sei: Es häufen
sich inzwischen die Anzeichen – ob eingebildet oder nicht, sei jetzt
einmal außer Streit gestellt -, dass bei Menschen mit einem Hang zu
allergischen Reaktionen Bioweine tatsächlich bekömmlicher sind.
Natürlich hat Thomas Hareter auch etwas zum Terroire etwas zu sagen:
„Die Böden in Weiden sind steiniger und karger als in der Umgebung,
es ist auch keine Bewässerung möglich. Jedoch: Strukturiertere Böden